WARNUNG

Weihnachtsgeschenke: Institut Glücksspiel & Abhängigkeit warnt vor Rubbellosen und Brieflosen für Kinder und Jugendliche

Der Verkauf von Lotterieprodukten (u.a. Rubbellose und Brieflose) ist in den meisten Bundesländern nicht per Gesetz geregelt. Lediglich eine lapidare Selbstbeschränkung der Österreichischen Lotterien soll den Verkauf in Trafiken und Tankstellen an unter 16-Jährige zurückhalten. Unabhängige Kontrollen zeigen jedoch, dass 36% der Verkaufsstellen die Selbstbeschränkung missachten. Rubbellose und Brieflose wurden an 12 und 13 Jährige verkauft.

Zu Weihnachten warnt der Spielerschutz die Familien: Finger weg von Brief und Rubbellosen für unter 16-Jährige.

Österreichische Lotterien haben das Problem selbst erkannt. In einer Präsentation weisen diese nach, dass die "Entwicklung des jugendlichen Gehirns, entgegen bisheriger Annahme erst mit 25 Jahren abgeschlossen" ist. "Internationale Studien belegen einen Zusammenhang zwischen, dem Alter des Erstkontakts mit einem Glücksspiel und der Wahrscheinlichkeit im späteren Entwicklungsverlauf glücksspielbezogene Belastungen zu erfahren". Weiter wird ausgeführt: "frühes Spielen geht mit einer Negativprognose für die weitere Entwicklung einher."

Im Sommer 2015 wurden daher unsererseits alle Bundesländer aufgefordert Gesetze zu erlassen, die den Verkauf von Lotterieprodukten an unter 16-jährige verbieten soll. Eine Werbekampagne des Instituts weißt in der vorweihnachtlichen Zeit Familien auf die Gefahren hin (siehe Bild). 

Rückfragen & Kontakt:
Institut Glücksspiel & Abhängigkeit
Roman Neßhold, MBA PMM BA
E-mail: r.nesshold(vpsat)europe-iga(vpsdot)eu
T: +43 662 874030-20

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